FKT/normaler Lauf

Kategorie M

Lenninger Tal Trail von Rene Hess

Schwäbische Alb

27,5 km

1050 hm

Platz:     32/ 49

Punkte:     

Zeit:     4:23'17"

Distanz:     29.506 km

  • Punkte Strecke erfolgreicher Lauf5
  • Punkte Top Platzierung0
  • Punkte Gesamt5

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athlet: Rene Hess

Laufdatum: Sat Jun 19 2021

Maximale Höhe: 781 m
Minimale Höhe: 401 m
Gesamtanstieg: 1463 m
Gesamtabstieg: -1449 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 7.81 km/h

Am späten Nachmittag hoffte ich, der Hitze in den Wäldern des Lenninger Tals entkommen zu können. Also schnell nach Brucken und das Auto abgestellt. Äh, Parkplatz? Haben die hier sowas? Schwierig. Ein paar hundert Meter vom avisierten Startpunkt fand ich einen.
Also dann los. Start durch ein paar schöne wellige Wiesenpfade. Dann plötzlich steiler bergauf. Und kaum am Waldrand angekommen, geht es richtig steil hoch. Aber glücklicherweise nur kurz.
Eine Kreuzung. Nun nun? Der GPS-Track auf der Uhr war nicht eindeutig. Hier nahm ich die falsche (bergauf) Abzweigung. Es dauerte nicht zu lange, bis ich den Irrtum merkte, umdrehte und bald wieder auf der richtigen Strecke war. Es ging flach um den Hügel, dann in schönen Waldserpentinen hoch zum Beurener Fels. Ab jetzt zeigt die Schwäbische Alb, was sie kann. Kilometerweise Laufen auf schmalen Wegen direkt an der Bruchkante des Albtraufs. Herrlich.
Irgendwann zur Hälfte der Strecke geht es dann wieder hinunter, erst langsam und gemächlich auf schmalem Hangpfad. Dann schnell auf breitem Forstweg bis nach Oberlenningen. Den Ort quere ich schnell und schon geht es wieder bergauf. Das Tobeltal ist famos. Wunderschöner Pfad, langgezogen bergauf. Oben angekommen stolpere ich mal wieder über eine Baumwurzel und schürfe mir das eh schon blutige Knie weiter auf. Nun ja. Blutopfer an den Trailgott. Wieder geht es an der Bruchkante entlang. Leider nicht zu lange. Dann führt der Weg auf breiten Wirtschaftswegen zu einer kleinen Siedlung, weiter auf Asphalt bergauf.
Langsam fange ich an, mir Sorgen zu machen. Die avisierten 3,5 Stunden werde ich nicht schaffen. Hoffentlich reicht das Tageslicht noch aus. Ich möchte nicht im Dunklen an der Traufkante laufen müssen.
An der Rauberweghöhle vorbei, mitten durch die Ruine Rauber, direkt ein paar Serpentinen hinunter. Wenn der Weg so bleibt, habe ich ein Problem. Glücklicherweise bessert sich die Wegqualität und nach dem Sattelbogen geht es stetig aber angenehm den Teckberg Gratweg bergauf.
Und dann ist da plötzlich der Teckberg. Der Burghof ist leer. Die Gastronomie geschlossen. Sehr schade. Ich hatte gehofft, hier noch etwas Flüssigkeit zu bekommen. Mein Wasservorrat ist schon seit einer Dreiviertelstunde aufgebraucht.
Nun muss es also schnell nach unten gehen. Ein kurzer Verläufer, dann geht es in schmalen Hangserpentinen hinunter. Unter dem Blätterdach ist der Weg ohne Sonnenlicht nur noch schwer zu erkennen. Dann bin ich am Böller Parkplatz. Was ist denn hier los? Unzählige Leute auf Picknickdecken bevölkern die Hangwiese. Interessant. Egal, ich nutze das Rest-Tageslicht und rase über die Wiesen und Wirtschaftswege nach unten ins Tal. Als ich wieder am Startpunkt ankomme, ist es endgültig dunkel, aber ich bin sicher angekommen. Die letzten Schritte zum Parkplatz werden in Ruhe ausgelaufen.
Wow. Nach dem desaströsen Harz on Fire ist das hier Genusslaufen. Typische Alb-Trails: harte lange Anstiege, schmale Wege an der Traufkante, Burg-Ruinen. So wird Laufen auf der Alb toll repräsentiert. Danke für das Abenteuer.

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